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Aktuelles

26.05.2021

Geschlechtergerechte Sprache an der Charité

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Vorstandsmeldung

Die Charité steht für Chancengleichheit ebenso wie für die Anerkennung unterschiedlicher Geschlechtsidentitäten und gelebte Diversität/Vielfalt. Daran anknüpfend hat der Vorstand der Charité auf Empfehlung der Gleichstellungsbeauftragten beschlossen, die Richtlinien der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen zur gendergerechten Sprache zu übernehmen. Denn wir alle nutzen die Sprache natürlich als ein Mittel der Kommunikation, sie dient der Verständigung und dem Austausch miteinander. Doch sie spiegelt auch Stereotype und gesellschaftliche Erwartungen wider, Werte und Normen werden mit ihr reproduziert. Sie ist ein Spiegel der Bildung und Gesellschaft, nicht zuletzt für die gelebte Gleichberechtigung von Männern und Frauen.

 

Daher sollen die folgenden geschlechtersensiblen Formulierungen im dienstlichen Schriftverkehr und in rechtsverbindlichen Dokumenten der Charité ab sofort verwendet werden. Dazu zählen insbesondere

  • Satzungen, Ordnungen und Richtlinien
  • Ausschreibungen, Formulare und Zeugnisse
  • Offizielle Schreiben, Rundschreiben und Rundmails
  • Charité-öffentliche Dokumente, Printprodukte und Webseiten
  • Wissenschaftliche Arbeiten und Publikationen

 

Vorzugsweise sollen Paarformulierungen (Kolleginnen und Kollegen oder Professorinnen und Professoren) oder neutrale bzw. geschlechtsindifferente Begriffe (Studierende, Beschäftigte) sowie geeignete Umformulierungen (Personen, Mitglieder bzw. alle statt jeder) Verwendung finden. Darüber hinaus kann alternativ die verkürzte Form mit dem sogenannten Gender-Sternchen (Mitarbeiter*innen) verwendet werden, da diese weitere Geschlechtsidentitäten einschließt.

Wir möchten Sie ausdrücklich dazu ermuntern sich ein geschlechtergerechtes Formulieren anzueignen und  dieses aktiv anzuwenden. Der anliegende Leitfaden der Senatsverwaltung gibt dafür zahlreiche Beispiele und Varianten.

 

Vorstand der Charité und Zentrale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Oktober 2018

 

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband informiert:

Um dem Urteil zum Personenstandsgesetz vom Oktober 2017 gerecht zu werden und alle Menschen in ihrer geschlechtlichen Vielfalt anzusprechen, werden in deutschsprachigen Texten neben genderneutralen Formen („Team“ statt „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, siehe oben) auch Gender-Kurzformen (Leser*in, Leser_in, Leser:in) genutzt. Diese sind für viele blinde und sehbehinderte Menschen problematisch, wie den folgenden Erläuterungen entnommen werden kann.

Falls jedoch mit Kurzformen gegendert werden soll, empfiehlt der DBSV, das Sternchen zu verwenden, weil es laut Veröffentlichungen des Deutschen Rechtschreibrates die am häufigsten verwendete Kurzform ist und so dem Wunsch nach einem Konsenszeichen am nächsten kommt. Zudem ist davon auszugehen, dass Doppelpunkt und Unterstrich für sehbehinderte Menschen schlechter erkennbar sind als das Sternchen.

Letztmalig aktualisiert im März 2021.

     

Anmerkungen

  1. Das Gender-Sternchen ist gegenüber Formen mit Schrägstrich (Mitarbeiter/-innen), dem Binnen-I (MitarbeiterInnen) oder dem Unterstrich/Gendergap (Mitarbeiter_innen) unbedingt zu bevorzugen.
  2. Für das WEB gilt: Das Gender-Sternchen kann die Barrierefreiheit der Website beeinträchtigen, da es für Sprachausgaben nicht optimal ist (z. B. Pilot Stern innen). Es klingt, als ob es sich um drei Worte und nicht um ein Wort handelt. Daher auf Websites kein Gender-Sternchen anwenden.
  3. Als nicht geschlechtersensible Formulierungen gelten Formen in Klammern, Gleichstellungshinweise in Fußnoten, das generische Femininum sowie die abwechselnde Verwendung generisch maskuliner und femininer Formen.

Downloads

Links

Geschlechtergerechte Sprache: Rechtschreibrat will Gendersprache weiter beobachten, ZEIT online, 16. November 2018

 

Kontakt

Das Team der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten



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