Charité für geflüchtete Frauen: women for women

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Charité für geflüchtete Frauen: women for women

Geflüchtete Frauen unterscheiden sich - was ihre Gesundheitsversorgung angeht - in ihren Bedürfnissen vielfach von Männern. Beispiele für solche Unterschiede sind, dass geflüchtete Frauen häufig geschlechtsspezifische Traumatisierungen erfahren haben und die fehlende Kinderbetreuung den Zugang zu medizinischer Versorgung erschwert. Vor allem seelische Themen, aber auch gynäkologische Fragen sind oft mit Scham verbunden. Das Pilotprojekt soll Vertrauen schaffen und sich an den spezifischen Bedürfnissen der Frauen orientieren.

Grundlegende Zielsetzung

Im Rahmen eines Pilot-Projekts über die Dauer von 18 Monaten sollen Barrieren im Zugang zur  gynäkologisch-geburtshilflichen Betreuung von geflüchteten Frauen in Unterkünften des Landes Berlin abgebaut werden und gleichzeitig eine präzise Datenerhebung über die spezifischen Bedürfnisse und Hindernisse der Frauen stattfinden. In Form von Vorträgen zum Thema Frauengesundheit und anschließenden Gesprächskreisen wird ein erster Zugang hergestellt und wenn notwendig eine anschließende Therapie eingeleitet. Als Ergebnis kann damit sowohl ein dringend notwendiges Hilfsnetzwerk aufgebaut als auch eine valide Situationsanalyse für weitere politische Maßnahmen bzw. den Ausbau der Maßnahmen auch über die Landesgrenzen hinweg erstellt werden.